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AfA Region Stuttgart

05.03.2011 in Arbeitsgemeinschaften

AfA Region Stuttgart

 

Stuttgart. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) hat der Berliner Regierungskoalition vorgeworfen, bei den sogenannten Hartz IV-Verhandlungen die Einigung über gleichen Lohn für Leiharbeiter blockiert zu haben. Der AfA-Vorsitzende für die Region Stuttgart, Helmut Roth, begrüßte, dass sich seine Partei nicht auf einen „faulen Kompromiss eingelassen“ habe.

In der Sitzung der AfA-Region Stuttgart wurde herausgestellt, dass sich die SPD in den Verhandlungen dafür stark gemacht habe, dass Leiharbeitnehmer während ihres Einsatzes in entleihenden Unternehmen mit den Kollegen, die fest angestellt sind, gleich behandelt werden. Für die AfA ist eine Abweichung nach unten, wie sie nun weiterhin möglich sei, ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz.

„Die nun weiter geltende Situation ist für uns nicht nur eine soziale Ungerechtigkeit sondern richtet auch volkswirtschaftliche Schäden an“, erklärte Roth, Personalausschussvorsitzender des Betriebsrats bei Daimler in Sindelfingen. Die Ungleichbehandlung führe dazu, dass immer mehr Stammbeschäftigte dauerhaft durch Leiharbeitnehmer ersetzt werden könnten und damit weitere Normalarbeitsverhältnisse vernichtet würden. „Wir brauchen aber gute und sichere Arbeitsplätze mit einer Entlohnung, von der Menschen leben können“, forderte der Sozialdemokrat.

Eine Gleichbehandlung von Leiharbeitnehmern und der Stammbeleg-schaft könnte auch die Binnennachfrage in Deutschland stärken und den Aufschwung und die Wohlstandsentwicklung auf eine breitere Basis stellen.
Die AfA ist darüber erzürnt, dass die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP nicht von ihrer Blockadehaltung in dieser Frage abgewichen seien. Die zuletzt angebotene Gleichstellung nach neun Monaten des Einsatzes hätte, so die AfA in einer Pressemitteilung, den Leih-arbeitnehmern meist nichts genutzt, weil sie meist nur über einen kürzeren Zeitraum eingesetzt würden. Roth sagte, die Arbeitgeber hätten die Regelung leicht dadurch umgehen können, indem sie die Leiharbeitnehmer einfach vor Erreichen der 9 Monate wieder auswechselten. „Eine vermeintliche Gleichbehandlung, die in der betrieblichen Realität aber keinem Arbeitnehmer zu Gute kommt, verhöhnt die Betroffenen“, stellte Helmut Roth fest.

Der AfA-Regionsvorsitzende betonte, dass sich die Arbeitnehmerorganisation der SPD weiterhin gemeinsam mit den Gewerkschaften für eine vollständige Gleichbehandlung zwischen Stamm- und Leihbelegschaften einsetze. „Dies ist ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit und der wirtschaftlichen Vernunft“, so der AfA-Regionsvorstand.

Roth schilderte, welche Sorgen und Ängste die Leiharbeitnehmer umtrieben. Sie lebten, so der Sozialdemokrat, in ständiger Unsicherheit und Ungewissheit bezüglich der Dauer ihres aktuellen Arbeitsverhältnisses. Das schränke ihre Lebensplanung extrem ein. Viele Leistungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Lohnfortzahlung seien für Leiharbeit-nehmer nach deren Tarifvertrag ungünstiger geregelt als zum Beispiel bei Daimler. In Deutschland werde die Leiharbeit immer mehr dazu missbraucht, das Lohnniveau zu senken, besonders in den Dienstleistungsbereichen. „Das bedroht über kurz oder lang auch die Stammbelegschaften“, sagte Roth.

 

05.03.2011 in Arbeitsgemeinschaften

"Die Zukunft des deutschen Arbeitsmarkts aus europäischer Perspektive" mit Evelyne Gebhardt MdEP

 

AfA Region Stuttgart / AfA KV Böblingen Mitgliederversammlung

Am Donnerstag, 17.03.2011, 19:00 Uhr - 21:30 Uhr. Ort: 71032 Böblingen, Sindelfinger Str. 14 (Arbeiter-Zentrum Böblingen)

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Was ändert sich:

Europa baut seine inneren Grenzen weiter ab. Deshalb endet auf dem deutschen Arbeitsmarkt am 30. April 2011 die Übergangsfrist bei der sogenannten Arbeitnehmerfreizügigkeit. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Ungarn, Lettland, Litauen und Estland können dann leichter in Deutschland arbeiten. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Freizügigkeit für die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union.

So wie jedes Mal, wenn sich die Grenzen für uns Menschen geöffnet haben, wird derzeit zwar noch vielerorts das Schreckgespenst von fremden Billigarbeitskräften an die Wand gemalt. Doch wird eine solche Welle, die Deutschland angeblich überfluten soll, auch dieses Mal ausbleiben. Solche fragwürdigen Prognosen hatten beispielsweise schon die Beitritte Portugals, Spaniens oder auch Griechenlands zur damaligen Europäischen Gemeinschaft begleitet. Prognosen, die aber nie eintrafen. Denn Tatsache ist - und sämtliche ernstzunehmende Studien zur Mobilität von Arbeitnehmern beweisen dies - dass die Menschen, egal ob in Polen, Tschechien oder der Slowakei es vorziehen in ihrem Heimatland zu leben und zu arbeiten.

Zudem gilt es in Deutschland bis spätestens Ende 2011 die EU-Leiharbeitszeitrichtlinie umzusetzen, die unter anderem vorschreibt, dass eine grundsätzliche Gleichbehandlung zwischen Leih- und Stammarbeitskräften gegeben sein muss. Auch dies ist ein wichtiger Schritt. Ein wichtiger Schritt gegen die Ausbeutung von Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern, wofür wir Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen im Europäischen Parlament uns vehement eingesetzt haben.

 

26.02.2011 in Arbeitsgemeinschaften

Über 12.000 Metaller in der Region fordern „ARBEIT - SICHER UND FAIR“

 

Stuttgart, 24. Februar 2011: Über 12.000 Metallerinnen und Metaller aus Betrieben der Region Stuttgart nahmen heute Vormittag an Kundgebungen der IG Metall Stuttgart teil. Sie protestierten gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen und forderten die gesetzliche Regulierung von Leiharbeit.

 

17.02.2011 in Arbeitsgemeinschaften

AfA: Tariftreuegesetz ist unverzichtbar!

 

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) des Stauferkreises hat die Forderung nach einem sogenannten Tariftreuegesetz erhoben. Der AfA-Kreisvorsitzende Klaus-Peter Grüner, Süßen, sagte: „Der Staat darf durch seine Auftragsvergabe nicht selbst dazu beitragen, dass Löhne immer weiter in den Keller sacken und Arbeitnehmer mit Hartz IV aufstocken müssen.“

 

17.02.2011 in Arbeitsgemeinschaften

AfA: Tariftreuegesetz ist unverzichtbar!

 

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) des Stauferkreises hat die Forderung nach einem sogenannten Tariftreuegesetz erhoben. Der AfA-Kreisvorsitzende Klaus-Peter Grüner, Süßen, sagte: „Der Staat darf durch seine Auftragsvergabe nicht selbst dazu beitragen, dass Löhne immer weiter in den Keller sacken und Arbeitnehmer mit Hartz IV aufstocken müssen.“

 

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