Nachrichten zum Thema Arbeitsgemeinschaften
07.09.2013 in Arbeitsgemeinschaften
AfA Stammtisch mit Joachim Rücker
Liebe Genossinnen und Genossen,
dieses Mal treffen wir uns nicht wie ursprünglich vorgesehen am Dienstag, den 10.09.2013, zu unserem AfA Stammtisch, sondern erst am Donnerstag, den 12.09.2013. Die Verschiebung wurde notwendig, weil wir unseren SPD Bundestagskandidaten Joachim Rücker eingeladen haben und er aufgrund einer Wahlkampfveranstaltung am 10.09.2013 nicht hätte teilnehmen können.
Fest zugesagt hat auch ein weiterer Gast: Joachim Nisch (Leiter des IGM Vertrauenskörpers bei Daimler in Sindelfingen) wird in unserer Runde dabei sein.
Mit einem kleinen zeitlichen Fragezeichen versehen wird Ergun Lümali (Ergun ist stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Daimler in Sindelfingen) voraussichtlich gegen 19:00 Uhr bei uns eintreffen.
Wir treffen uns bereits um 17:30 Uhr in Sindelfingen, im Gasthof Post
Bahnhofstraße 6, 71063 Sindelfingen
Viele Grüße
Georg
07.09.2013 in Arbeitsgemeinschaften
Wahlkampf SPD

Offener Brief von Dr.Jürgen Werner
From: Jürgen Werner
Sent: Friday, September 06, 2013 11:00 PM
To: team@joachim-ruecker.com
Cc: Axel Finkelnburg ; Gerhard Ruoff
Subject: Wahlkampf der SPD
Lieber Genosse Joachim,
herzlichen Dank für Deinen Brief, der an alle SPD-Mitglieder ging. Gerne unterstütze ich Deinen/Unseren Wahlkampf durch eine Spende. Eine Kritik muss ich aber loswerden, nämlich an der Farbe Deiner Wahlplakate (und auch Deines Briefes). Die traditionelle Farbe der SPD ist “Rot”, und die vermisse ich sowohl auf den Plakaten wie auch auf Deinem Brief. Auf Deinen Plakaten ist auch die “SPD” so klein geschrieben, dass man den Namen erst suchen muss. Das finde ich schade. Die SPD hat Ihre Wurzeln in der Arbeitnehmerschaft, und was wir wieder brauchen, ist eine stärkere Verankerung der SPD bei den Abhängig Beschäftigten. Themen wie “soziale Gerechtigkeit”, “gerechte Renten- und Krankenversicherungs-Politik”, der Kampf gegen Billiglöhne und für Mindestlohn sind Themen, die man voller Überzeugung mit der Farbe “Rot” vertreten kann und muss.
Wenn ich einen Brief von der IG Metall bekomme, sei es eine Belobigung für gute Mitgliederwerbung oder die Einladung zur Delegiertenversammlung, so ist da natürlich die Farbe “Rot” drauf. Das würde ich mir bei Briefen von der SPD auch wieder wünschen. Die Farbe “Blau” erinnert mich zu sehr an die FDP oder die CSU. Wir sind und bleiben “Rot”, und das sollte man auch unseren Wahlplakaten und Briefen ansehen.
Mit solidarischen herzlichen Grüßen von Jürgen (Werner) aus Sindelfingen
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Lieber Hermann, lieber Helmut, lieber Andreas, lieber Georg,
zu Eurer Kenntnis! Gerne könnt Ihr das Mail in der SPD weiter leiten.
07.09.2013 in Arbeitsgemeinschaften
40 Jahre und nicht leise
Vorwärts.de Holger Wuttig • 02. September 2013
AfA-Jubiläum
40 Jahre und nicht leise
„40 Jahre AfA – Gestern, heute, morgen.“ Unter diesem Motto beging die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD am Samstag ihr rundes Jubiläum. Gefeiert wurde in Duisburg – dort, wo im Oktober 1973 die AfA als Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer innerhalb der SPD gegründet worden war.
Der Ort machte seinem Namen alle Ehre. Trotz zwischenzeitlicher Regenergüsse verwandelte sich der Sonnenwall mit vielen Aktiven und Mandatsträgern der SPD Duisburg und unterstützt durch Jusos, Falken und Gewerkschaften in eine sozialdemokratische Freiluftarena. Gratulationen und Grußworte gab es auch von NRW-Innenminister Ralf Jäger und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, die am Beispiel der Rhein-Ruhr-Region aufzeigten, dass eine arbeitnehmerfreundliche Politik nötiger denn je sei, um den begonnenen Strukturwandel auch zum Erfolg zu führen.
Der AfA-Bundesvorsitzende Klaus Barthel (hier lesen Sie ein Interview zum Jubiläum) betonte, dass sich unter Schwarz-Gelb die politischen Rahmenbedingungen für einen Großteil der Menschen zum Schlechteren entwickelt hätten. Leidtragende seien Arbeitssuchende, Beschäftigte, Betriebsräte und Gewerkschaften. Schließlich erlebe man tagtäglich, was ein deregulierter Arbeitsmarkt bedeute: Ein Arbeitsmarkt dürfe sich weder über Befristungen und Praktika definieren, noch über Leiharbeit und Werkverträge.
eine starke AfA in einer starken SPD
In einigen Betrieben herrsche Ausbeutungsstimmung und Fast-Sklaverei. Es sei Pflicht einer „starken AfA in einer starken SPD“, hier kraftvoll entgegenzusteuern. Die Geschichte zeige, dass sich der Erfolg der SPD eben auch immer an ihrem Einsatz für die Beschäftigten messen ließ. „Es gab schlechte und gute Zeiten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Geschichte. Wenn es den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und den Gewerkschaften gut ging, ging es auch der SPD gut“, so Barthel.
DGB-Chef Michael Sommer machte in leidenschaftlichen Worten deutlich, dass die AfA immer wieder für gute Arbeit gestanden habe und stehe. Dies habe sich besonders dann gezeigt, wenn die SPD sich in andere, neoliberale Richtungen entwickelt habe. Es sei auch Verdienst der AfA, dass die SPD nun Mut zu Korrekturen beweise und als Partei der kleinen Fortschritte die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder in den Vordergrund stelle.
Wiesehügel für die Wende
Das sei schließlich das Markenzeichen der Partei. Wer dieses Markenzeichen schädige, verletze ihre Seele. Er empfehle der SPD, so Sommer, auch in Zukunft auf die AfA zu hören: „Die SPD ist die Partei der Arbeit. Ich kann ihr nur empfehlen, es dabei zu belassen“, sagte Sommer.
In einem Rundumschlag gegen Arbeitsministerin von der Leyen rüttelte IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel – und als Mitglied im Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ihr potentieller Nachfolger – heftig an der Ministeriumstür. Schwarz-Gelb habe wie in vielen anderen Politikfeldern auch in der Arbeits- und Sozialpolitik durch Nichtstun und Aussitzen versagt. Mit Wiesehügel als erfahrenem Gewerkschafter werde die Wende stattfinden – darauf könne sich nicht nur die AfA verlassen.
07.09.2013 in Arbeitsgemeinschaften
„Wir werden gebraucht“ 40 Jahre AFA
VORWÄRTS Kai Doering • 30. August 2013
40 Jahre AFA
„Wir werden gebraucht“
Sie ist die größte Arbeitsgemeinschaft der SPD. Am Samstag 31.08.2013 feiert die AFA, die AG für Arbeitnehmerfragen, in Duisburg ihr 40-jähriges Bestehen. Im Interview mit vorwärts.de spricht der Vorsitzende Klaus Barthel über Erfolge, Hartz IV und künftige Herausforderungen.
vorwärts.de: Fast sieben Millionen Menschen arbeiten in Deutschland für einen Stundenlohn von weniger als 8,50 Euro. Rund 1,5 Millionen junge Leute haben keinen Schul- oder Berufsabschluss. Was läuft schief in unserem Land?
Klaus Barthel: In den vergangenen Jahren ist der Arbeit immer mehr Würde verloren gegangen. Viele Unternehmen versuchen, möglichst billig Arbeitskräfte zu beschäftigen. Der Druck auf die Arbeitnehmer nimmt immer weiter zu. Auf dem Arbeitsmarkt ist eine Situation entstanden, die wir uns vor einigen Jahren nie hätten vorstellen können. Ein Beispiel dafür ist die ausufernde Zahl von Werkverträgen. Die Reallöhne liegen auf demselben Niveau wie vor 20 Jahren. Es gibt viele Beschäftigte, die von ihrer Arbeit nicht leben können. Wenn man da keine Grenzen einzieht, vertieft sich der Graben zwischen Arm und Reich immer weiter.
Das Arbeitsleben „menschlich und demokratisch“ zu gestalten – mit diesem Ziel wurde vor 40 Jahren die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AFA) in der SPD gegründet. Sie scheint davon weiter denn je entfernt zu sein.
So scheint es, ja. Aber die AFA wurde 1973 in einer Zeit gegründet, in der die Situation auf dem Arbeitsmarkt eine völlig andere war als heute. Es herrschte nahezu Vollbeschäftigung. Die vorrangigen Ziele der Arbeitnehmer waren mehr Demokratie und Mitbestimmung im Betrieb. Im Laufe der Jahre sind die Arbeitnehmer aber immer weiter in die Defensive geraten. Plötzlich ging es vor allem darum, drohende Arbeitslosigkeit abzuwehren und sich gegen die Absenkung von Tarifen zu stemmen. Beschleunigt hat sich diese Situation seit Anfang der 90er Jahre. Ich möchte auch nicht verschweigen, dass es im Rahmen der Agenda 2010 Maßnahmen gab, die diesen Prozess noch verstärkt haben. Glücklicherweise hat die SPD mittlerweile dazu gelernt und denkt in vielen Bereichen anders als noch vor einigen Jahren. Die AFA hat hierzu sicher einen wichtigen Beitrag geleistet.
Hat die Zeit der AFA Recht gegeben?
Als die rot-grüne Bundesregierung an die Macht kam, war es international en vogue, zu deregulieren und die Arbeitsmärkte zu liberalisieren. Diesem Trend haben auch wir uns hingegeben. Die AFA hat von Anfang an vor Fehlentwicklungen gewarnt. Wir waren nicht gegen Reformen am Arbeitsmarkt, wie z. B. die gezielte Förderung. Ein Programm zur Einrichtung eines Sektors mit Niedriglohn und prekärer Beschäftigung wollten wir aber nicht. Das Regierungsprogramm der SPD für die Bundestagswahl greift genau diese Probleme auf und mahnt Verbesserungen an. Wir brauchen gesetzliche Korrekturen wie etwa den flächendeckenden Mindestlohn. Und die SPD muss glaubhaft vermitteln, dass sie aus den Fehlentwicklungen gelernt hat. Mit Klaus Wiesehügel für den Arbeitsmarktbereich im Kompetenzteam von Peer Steinbrück sehe ich da sehr gute Möglichkeiten.
Wo also steht die AFA im 40. Jahr ihres Bestehens?
Wir fühlen uns besser aufgehoben in der SPD als noch vor einigen Jahren. Das merken wir im persönlichen Umgang, aber auch daran, dass sich immer mehr Genossen für unsere Arbeit interessieren, Betriebsgruppen gründen und mitmachen wollen. Die Wahrnehmung der AFA hat sich deutlich verbessert. Unsere Forderungen werden sehr ernst genommen. Ein gutes Beispiel sind die Beschlüsse zur Weiterentwicklung der Rentenversicherung. Da reichte die Unterstützung bis tief in die Ortsvereine, was sich auch beim Parteikonvent widergespiegelt hat. Und dank dieser Beschlüsse können wir nun mit einem ausgearbeiteten Rentenkonzept in die Bundestagswahl ziehen. Darauf sind wir als AFA durchaus stolz. Schade ist nur, dass das Konzept bei denjenigen, die es betrifft, nämlich den Arbeitnehmern, bisher noch nicht angekommen ist. Da müssen wir weiter Vermittlungsarbeit leisten.
Das Problem der Rente ist also vorerst gelöst. Der flächendeckende Mindestlohn soll kommen. Wo sehen Sie aktuell den meisten Handlungsbedarf?
Das ist ganz klar der Bereich des Arbeitsschutzes. Der ist bei den ganzen Abwehrkämpfen Gewerkschaften und Betriebsräte gegen den Abbau von Arbeitsplätzen deutlich zu kurz gekommen. Es geht dabei nicht so sehr um Unfälle am Arbeitsplatz – deren Anzahl nimmt ja glücklicherweise seit Jahren ab – sondern um Schutz vor körperlicher Überlastung und Stress. Wir müssen über unbequeme Haltungen am Arbeitsplatz sprechen, über Belastungen durch Nacht- und Schichtarbeit und die Entgrenzung von Arbeitszeiten. Die Arbeitsbedingungen müssen so gestalten sein, dass Arbeitnehmer auch tatsächlich bis 65 arbeiten können. Leider fehlen uns inzwischen auch Arbeitswissenschaftler und damit wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, was Stress auslösende Faktoren sind und was gegen sie getan werden kann.
Es bleibt also noch einiges zu tun für die AFA. Was wünschen Sie der Arbeitsgemeinschaft zu ihrem 40. Geburtstag?
Ich wünsche uns vor allem, dass wir viele interessierte Menschen gewinnen, die unsere Arbeit unterstützen. Die AFA ist ja die größte Arbeitsgemeinschaft innerhalb der SPD, weil jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer automatisch Mitglied bei uns ist. Ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr Genossen bei uns engagieren und ihre Ideen einbringen. Das würde unser Gewicht innerhalb der Partei und in der Öffentlichkeit stärken und deutlich machen, dass die AFA gebraucht wird – mindestens auch in den nächsten 40 Jahren. Und die SPD tut gut daran, auch sichtbar zu machen, welche Rolle Arbeitnehmerinteressen für sie wieder spielen.
16.07.2013 in Arbeitsgemeinschaften
2.400 Metaller fordern einen Kurswechsel für mehr Gerechtigkeit - Funktionärskonferenz der IG Metall Baden-Württemberg
Sindelfingen - Einen Kurswechsel für mehr Gerechtigkeit fordert die IG Metall Baden-Württemberg. Gut zwei Monate vor der anstehenden Bundestagswahl sind aus diesem Grund 2.400 Funktionäre der Gewerkschaft aus dem ganzen Südwesten in den Glaspalast nach Sindelfingen gekommen, um der Forderung den nötigen Nachdruck zu verleihen.

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