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AfA Region Stuttgart

10.11.2023 in Arbeitsgemeinschaften

Nachruf Giesela Haupt

 
Giesla Haupt / Bild Annette Wandel BB Kreiszeitung


Paul Schobel

Liebe Freundinnen und Freunde der Betriebsseelsorge, wir trauern um unsere liebe

GISELA HAUPT,

die am Mittwoch im 77. Lebensjahr nach langer und schwerer Krankheit im „Haus an der Schwippe“ in Darmsheim gestorben ist.

Gisela ist wahrscheinlich nur noch den Älteren unter uns ein Begriff. Gäbe es in der Betriebsseelsorge „Gründungsmitglieder“, dann müsste man Gisela an erster Stelle nennen.

Sie war, als ich 1973 mit dem Aufbau der Betriebsseelsorge in Böblingen begann, junge Betriebsrätin bei der IBM im damaligen „Werk Sindelfingen“. Dort gab es im Betriebsrat ein paar Kollegen, die sowohl kirchlich als auch bei der IG Metall engagiert gewesen sind. Über sie hat Gisela von „Betriebsseelsorge“ gehört und gleich Feuer gefangen. Als Waisenkind in einem katholischen Kinderheim aufgewachsen, war ihr der Glaube zeitlebens ein Herzensanliegen. Nicht weniger aber die Solidarität, die sie als Betriebsrätin und Mitglied in der IG Metall erfahren und selbst gelebt hat. Da wuchs für sie zusammen, was zusammengehört, Gisela war „Feuer und Flamme“ für die junge Betriebsseelsorge.

Mit ihr zusammen konnte ich bald den „Betriebs-und Personalrätekreis“ aus der Taufe heben. Später war Gisela auch Mitglied in der Gemeindeleitung und eine der maßgeblichen Vorkämpferinnen für unser „Arbeiterzentrum“. Auch die Gottesdienste lagen ihr sehr am Herzen.

Persönlich hatte sie es nicht einfach. Immer kränkelnd war sie voll berufstätig, ehrenamtlich engagiert und alleinerziehende Mutter. Wir trauern mit Petra, die sich die letzten Jahre noch sehr um ihre Mutter bemüht hat. Die schwerbehinderte Tochter Birgit starb bereits vor einigen Jahren. Was Gisela ihr an Zeit und Kraft, an Liebe und Hingabe geschenkt hat, ist unermesslich.

Gisela erlebte dann 1987 als Betriebsrätin hautnah den erbitterten Konflikt um die Einführung von Konti-Schicht und Sonntagsarbeit im neuen IBM-Halbleiterwerk auf der Hulb. Und dann den Niedergang des Sindelfinger Werkes, bzw. den Verkauf und die Weiterführung als Firma STP, die wenig später „abgewickelt“ wurde. Zwei Jahre hatte der Betriebsrat unter Giselas Führung zusammen mit der IG Metall und der Betriebsseelsorge um den Erhalt der Arbeitsplätze gekämpft – vergebens. Unvergessen für Walter Wedl und mich der letzte Arbeitstag, als wir die Beschäftigten am Werkstor eingeladen hatten, ein Stück Porzellan zu zerschmettern, zum Zeichen der Wut und der Trauer. Danach aber wurde der Trümmerhaufen mit roten Nelken verziert – Symbol der Solidarität und der Freundschaft. Jahrelang leitete Gisela danach noch den Kreis der ehemaligen STPler in unserem Hause.

Gisela war auch politisch in der SPD aktiv und viele Jahre in der Vertreterversammlung und im Verwaltungsrat der AOK. Ein schönes Zeichen, dass ihr im Jahr 2015 Staatssekretärin Marion v. Wartenberg das Bundesverdienstkreuz verlieh. Kirchlicherseits hatte sie bereits die höchste Auszeichnung, die „Martinusmedaille“ aus der Hand des Bischofs erhalten.

Nun hat Gisela, wie es im Apostelbrief heißt, „den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet und den Glauben bewahrt“. Ihr winkt die „Krone der Gerechtigkeit“.

Wir laden Euch herzlich zur Trauerfeier und zum Begräbnis ein am

Mittwoch, 15. November um 12. 00 Uhr am Neuen Friedhof in Darmsheim

Herzlichen Gruß Euch allen

                                                                                   Euer Paul

 

30.06.2023 in Arbeitsgemeinschaften

DGB Böblinger Aufruf

 

Demokratie sichern - betriebliche Mitbestimmung ausbauen – Transformation demokratisch gestalten

DGB Konferenz „Politik trifft betriebliche Praxis“ in Böblingen

 

http://www.afa-boeblingen.de/dl/230628_Boeblinger-Aufruf.pdf

 

Rückenwind für die Mitbestimmung erfährt der DGB durch die vier anwesenden Mitglieder des Deutschen Bundestages, die mit den Betriebsräten diskutieren.

Dr. Martin Rosemann (MdB SPD): „Eine starke Mitbestimmung der Beschäftigten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für langfristige Unternehmensentwicklung. Digitalisierung und Transformation sind große Herausforderungen auch für die Mitbestimmung. Um die Herausforderungen gut bewältigen zu können, ist es wichtig, dass die Beschäftigten die Arbeitswelt der Zukunft aktiv und auf Augenhöhe mitgestalten. Deshalb wollen wir die Mitbestimmung weiterentwickeln und auf die Höhe der Zeit bringen. Betriebsräte müssen dafür mit den entsprechenden Rechten ausgestattet werden.“

Beate Müller-Gemmeke (MdB Bündnis 90/ Die Grünen): „Wenn sich die Wirtschaft und die Arbeitswelt verändern, dann muss auch die Mitbestimmung angepasst werden. Notwendig ist unbedingt ein echtes Mitbestimmungsrecht beim wichtigen Thema Qualifizierung. Gleiches gilt, wenn es darum geht, die Klimabilanz im Unternehmen zu verbessern. Denn Mitbestimmung braucht Augenhöhe.“

Marc Biadacz (MdB CDU): „Die Schnelllebigkeit der Arbeitswelt und die zunehmende Digitalisierung müssen sich in der Arbeit und Organisation der Betriebsräte widerspiegeln. Leider sind die Rahmenbedingungen noch absolut unzureichend. Als Union sind wir davon überzeugt, dass das Betriebsverfassungsrecht modernisiert werden muss, um den gegenwärtigen Standards der Arbeitswelt zu genügen. Ich bin mir sicher, dass digitale Arbeitsformen die Betriebsratsarbeit erheblich erleichtern können.“

Gökay Akbulut (MdB die Linke): „Nur mit starker betrieblicher Mitbestimmung können wir verhindern, dass die Kosten für die ökologische Transformation, die verschiedenen Krisen und die Digitalisierung der Arbeitswelt auf die Arbeitnehmer abgewälzt werden. Die Ausweitung der Mitbestimmung und eine Neufassung des Betriebsverfassungsgesetzes, welche die Position von Betriebsräten stärkt, sind entscheidend für unseren Kampf für eine solidarische Gesellschaft. Demokratie darf nicht vor den Werktoren enden.“



 

09.06.2023 in Allgemein

Zukunftsgerecht – Gute Arbeit in der Transformation

 

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

wir laden euch zur Veranstaltung Zukunftsgerecht – Gute Arbeit in der Transformation ein.

 

Wann? Dienstag, 4. Juli 2023, 17.30 Uhr

Wo? Großer Saal, Willi-Bleicher-Haus, Stuttgart

 

Begrüßung: Maren Diebel-Ebers, stell. DGB Landesvorsitzende

 

Input: ‘Automobile Mentalitäten‘ im Umbruch. Transformationserfahrungen von Automobilbeschäftigten in der Region Stuttgart, Dr. Knut Tullius, Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen.

 

Diskussion mit:

Oliver Heisel, Betriebsrat Stuttgarter Straßenbahn AG

Damir Brasnic, Betriebsrat Mercedes-Benz Werk Sindelfingen

Marina Hasanovic, Betriebsratsvorsitzende DB Netz

 

Moderation: Romeo Edel

 

Die Transformation ist im Mobilitätssektor in vollem Gang.  Neue Technologien und umweltfreundliche Antriebe verändern die Automobilindustrie grundlegend. Neue Arbeitsplätze und Berufsfelder werden entstehen, andere werden wegfallen.

Gleichzeitig muss der öffentliche Verkehr ausgebaut und aufgewertet werden. Hier braucht es mehr Tempo. Denn nur wenn Antriebswende und Mobilitätswende Hand in Hand gehen, werden die Klimaziele im Verkehrssektor erreicht. Dafür braucht es für Baden-Württemberg ca. 26.000 neue Fachkräfte im öffentlichen Verkehr.

Ein wichtiges Ziel muss sein, den Beschäftigten Sicherheit im Wandel zu geben und den öffentlichen Verkehr zu einer Branche der guten Arbeit aufzuwerten. Dazu gehören faire Entlohnung, gute Arbeitsbedingungen und betriebliche Mitbestimmung.

Bei der gemeinsamen Veranstaltung der Allianz Mobilitätswende BW und des DGB Baden-Württemberg wollen wir mit Ihnen und Euch über die Herausforderungen, Chancen und Perspektiven der Transformation im Verkehrssektor diskutieren.

 

Anmelden für die Veranstaltung kannst du dich hier

 

07.05.2023 in Arbeitsgemeinschaften

Rund um den 1.Mai 2023 in Sindelfingen

 

Rund um den 1.Mai 2023 in Sindelfingen

 

 

 

 





 

 

 

 

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