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31.07.2015 in Topartikel Arbeitsgemeinschaften
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12.03.2026 in Pressemitteilungen
Pressemitteilung DGB Kreisverband Böblingen
Pressemitteilung
Weissach – Rathausspitze behindert Arbeit des neuen Personalrats – DGB kritisiert Missachtung von Mitbestimmungsrechten
Die Personalratsarbeit im Rathaus wird seit Monaten behindert, nun soll ein neues Gremium gewählt werden. Der DGB kritisiert die folgenschwere Beeinträchtigung durch die Rathauschefs und fordert eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Interessenvertretung sowie Respekt für die gelebte Mitbestimmung.
In der kleinen Gemeinde Weissach gibt es etwa 220 Mitarbeiterinnen, die für ihre eigene Interessensvertretung im September letzten Jahres einen neuen Personalrat gegründet haben. Zwölf engagierte Mitarbeiterinnen wurden gewählt, sieben als ordentliche Mitglieder und fünf als Ersatzmitglieder. Damit begann eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitgeber und den Beschäftigten auf der Grundlage des Landespersonalvertretungsgesetzes Baden-Württemberg (LPVG Ba-Wü). Das bedeutete neue Spielregeln für alle, an die man sich sicher erst gewöhnen muss, etwa Informationsrechte des Personalrats, die Ausstattung des Gremiums durch spezifische Weiterbildungsangebote oder Gesetzesbücher sowie Mitbestimmungsrechte des Personalrats beispielsweise bei Einstellungen.
Seit Monaten wurde hinter den Türen des Rathauses ein konstanter Druck gegen die Mitglieder des Personalrats ausgeübt. Noch vor der Wahl wurde einem Mitglied des Wahlvorstands eine fristlose Kündigung angedroht. Am Tag der Personalratswahl selbst wurde diese Mitarbeiterin zu einem Personalgespräch gedrängt, in dem ihr ein Aufhebungsvertrag angeboten wurde. Später wollten alle frisch gewählten Personalratsmitglieder gemeinsam an einem Grundlagenseminar für die Gremiumsarbeit teilnehmen. Dies haben die Rathauschefs anfangs blockiert und erst am letztmöglichen Tag nach vielen Gesprächen und nach rechtlichem Beistand genehmigt.
Es heißt immer, man muss erst seine Rechte kennen, damit man sie einfordern kann. So auch das Gremium, das im weiteren Verlauf immer mehr Informationsrechte nach §75 LPVG Ba-Wü einforderte. Diese wurden jedoch vom Arbeitgeber abgestritten und behindert. Umgekehrt forderte der Arbeitgeber nun mehr Informationen von den Personalratsmitgliedern und verlangte einen sogenannten Tätigkeitsbericht, für den es keine gesetzliche Grundlage gab. Bis heute steht dem Personalrat kein Büro zur alleinigen Nutzung zur Verfügung. Für die Vertraulichkeit der Personalratsarbeit ist ein eigener Raum jedoch essenziell. Rückmeldungen beziehungsweise Anfragen vom Personalrat werden vom Arbeitgeber bewusst verschleppt und verzögert bearbeitet.
„Ein so feindliches Verhalten des Arbeitgebers gegenüber Mitbestimmungsrechten, insbesondere in einem Rathaus, ist ein schwerer Angriff auf die gesetzlich abgesicherte und gelebte Mitbestimmung“, sagt Georg Patzek, DGB-Kreisvorsitzender Böblingen.
Infolge der anhaltenden Konflikte haben sieben der ursprünglich zwölf Personalratsmitglieder – ordentliche sowie Ersatzmitglieder – ihr Amt bis Mitte Februar 2026 niedergelegt. Damit ist das Gremium aktuell nur noch für maximal vier Monate im Amt. „Für die Rathauschefs scheint das nicht betrüblich zu sein, da sie nur wenige Tage vor der ersten Personalversammlung die Beschäftigten über diesen unglücklichen Umstand ohne ein Wort des Bedauerns informiert haben“, kommentiert Patzek.
Die Übergangszeit soll ein Zeitfenster für Neuwahlen des Gremiums ermöglichen. „In der Theorie mag das gelingen. Vor Ort braucht es ein Umfeld, in dem sich mindestens sieben Kandidat*innen für die Mitbestimmung stark machen und kandidieren möchten“, sagt Patzek. Er fordert: „Wir fordern den Bürgermeister Jens Millow und seine Hauptamtsleitung auf, die gesetzlich abgesicherte Mitbestimmung keinen Tag länger zu untergraben und die Neuwahlen nicht zu behindern. Wir werden das weitere Verfahren genau beobachten und wünschen uns, dass in Weissach Demokratie nicht an der Rathaustür endet, sondern drinnen wie draußen gelebt wird.“





05.03.2026 in Arbeitsgemeinschaften
Internationaler Frauentag 2026

Internationaler Frauentag 2026
Mitbestimmen. Mitgestalten. Misch dich ein!
Zum Internationalen Frauentag am 8. März ruft die DGB Region Stuttgart alle dazu auf, Demokratie und Gleichstellung aktiv zu stärken – im Betrieb und bei der Landtagswahl.
„Gleichberechtigung entsteht nicht von allein. Wir müssen sie immer wieder aktiv durchsetzen und gegen Rückschritte absichern“, sagt Farina Semler, Mitglied im DGB Kreisverband Böblingen und stellvertretende GEW-Landesvorsitzende.
„Gerade in einer Zeit, in der soziale Errungenschaften unter Druck stehen und antifeministische Tendenzen zunehmen, ist es entscheidend, dass wir uns klar positionieren.“
Frauen verdienen in Baden-Württemberg weiterhin deutlich weniger als Männer, arbeiten häufiger in Teilzeit und übernehmen den Großteil der Sorgearbeit. Strukturelle Benachteiligung ist kein Naturgesetz – sie ist politisch gemacht und kann politisch verändert werden.
Betriebsratswahlen: Gleichstellung im Betrieb durchsetzen
Von März bis Mai 2026 werden bundesweit Betriebsräte gewählt. Sie gestalten Arbeitszeiten, Weiterbildung, Einstellungen und Karrierechancen mit.
In Betrieben mit Interessenvertretung sind die Arbeitsbedingungen nachweislich besser:
Beschäftigte profitieren von mehr Mitbestimmung, faireren Entwicklungsmöglichkeiten und häufig auch höheren Löhnen.
Gerade für Frauen, die noch immer den Großteil der Sorgearbeit übernehmen und Beruf und Familie vereinbaren müssen, macht das einen entscheidenden Unterschied.
„Echte Gleichberechtigung im Unternehmen gelingt nur mit engagierten und durchsetzungsfähigen Betriebsräten“, erklärt Semler.
„Darum ist es wichtig, sich an den Wahlen zu beteiligen und diejenigen zu stärken, die sich für faire Arbeitsbedingungen und gleiche Chancen einsetzen.“
Landtagswahl: Weichen für die nächsten Jahre stellen
Am 8. März 2026 wählen die Bürger*innen in Baden-Württemberg einen neuen Landtag.
Die politischen Entscheidungen der kommenden Jahre werden auch darüber bestimmen, wie es mit Gleichstellung, guter Arbeit und sozialer Sicherheit weitergeht. Nur durch aktives Mitgestalten können wir Veränderungen herbeiführen, die wir dringend brauchen.
„Nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr und unterstützen Sie eine Politik, die Frauenrechte konsequent stärkt und unsere demokratischen Strukturen verteidigt“, appelliert Semler.
Motto zum Internationalen Frauentag 2026
„Mitbestimmen. Mitgestalten. Misch dich ein!“
Im Betrieb.
In der Gesellschaft.
An der Wahlurne.
Veranstaltung in Böblingen
Rund um den 8. März lädt der DGB Kreisverband Böblingen gemeinsam mit der katholischen Betriebsseelsorge zu einem Filmabend im Arbeiterzentrum Böblingen ein.
Beginn: 18 Uhr
Freitag 06.03.2026
Arbeiterzentrum
Sindelfinger Straße 14
71032 Böblingen
Film: „Die Hälfte der Welt gehört uns – als Frauen das Wahlrecht erkämpften“ (Dokumentarfilm, 2018)
Die Veranstaltung ist öffentlich.
11.02.2026 in Arbeitsgemeinschaften
DGB Wahlarena 2026 Stuttgart 10.02.2026 Aufzeichnung
DGB Wahlarena 2026 Stuttgart 10.02.2026 Aufzeichnung
- [06.02.2026]
- Gerechtigkeit statt Spaltung.
- [13.12.2025]
- DGB kritisiert geplanten Stellenabbau, insbesondere in der Schulsozialarbeit.
- [10.12.2025]
- Pressevielfalt und journalistische Arbeitsbedingungen massiv bedroht – auch die Böblinger Kreiszeitung ist betroffen.
- [07.12.2025]
- AfA Aufruf Betriebsratswahlen 2026.
- [07.12.2025]
- AfA Pressemitteilung.
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14.03.2026, 10:30 Uhr - 16:00 Uhr AfA Landesdelegiertenkonferenz
https://www.afa-boeblingen.de/dl/Einladung_AfA-LDK_2026.pdf
Antragsbuch …

